Vernissage - Feierliche Eröffnung der Ausstellung

EIN BLICK IRAN.

EIN LAND, DA LEBEN MENSCHEN.

Sechs Jahre lang hat Benedikt Fuhrmann auf dieses Ereignis gewartet. Jetzt ist es soweit: Die Ausstellung „Ein Blick Iran“ wird am 15. Juli mit einem außergewöhnlichen, internationalen Programm eröffnet.

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Nicht so sehr die Bilder wie vielmehr die Botschaft dieser Ausstellung stehen bei der Vernissage von Benedikt Fuhrmanns „Ein Blick Iran“ im Mittelpunkt: „Ich wünsche mir, dass die Besucher den Iran mit allen Sinnen kennen lernen“, sagt Fuhrmann. Dazu hat der Foto- und Videokünstler aus Bad Tölz ein außergewöhnliches Eröffnungsprogramm zusammengestellt, in dessen Rahmen der weltberühmte iranische Tänzer Shahrokh Moshkin Ghalam sowie sein Landsmann, der Trommelkünstler Hadi Alizadeh auftreten. Zur Pause können die Besucher den Iran am persischen Buffet zusätzlich mit den Geschmacksnerven erkunden. Die Bilder, Filme und Klänge, die Fuhrmann während seines einjährigen Aufenthaltes in dem muslimischen Land aufgenommen hat, werden erst kurz vor Ende des offiziellen Programms enthüllt.

Ein Highlight bei der Vernissage ist der Auftritt des weltberühmten Ausdruckstänzers Shahrokh Moshkin Ghalam. Der im Iran geborene Tänzer, Choreograph und Schauspieler lebt in Paris, wo er seine künstlerische Laufbahn beim Théâtre du Soleil unter Ariane Mnouchkine begann und mittlerweile festes Mitglied im Ensemble der Comédie Française ist. Solo wie auch mit seiner Gruppe Nakissa füllt er die großen Veranstaltungshallen in Weltstädten wie Paris, New York und London. Dass er am 15. Juni in der Kirche St. Maximilian im Münchner Glockenbachviertel zu sehen sein wird – und zwar für die Besucher der Vernissage kostenlos – ist vor allem der Überzeugungskraft des Initiators Benedikt Fuhrmann zu verdanken. „Weil du ein Künstler und ein Fotograf bist, weil Du einer bist, der meine Heimat liebt“, sagte Ghalam zu Fuhrmann, „deshalb werde ich eine Ausnahme machen“.

Auch der Trommelkünstler Hadi Alizadeh sowie die zahlreichen weiteren Musiker, die im Rahmen der vierwöchigen Ausstellung Konzerte geben, sagten Fuhrmann ihre Unterstützung für eine freundschaftliche Gage zu. Hadi Alizadeh ist der Spezialist schlechthin für orientalische Perkussion. Er begleitet den Eröffnungsabend mit persischen Rhythmen auf der „Tonbak“, der persischen Handtrommel.

Ein weiterer Stargast von internationalem Rang ist der Israeli Ronny Edry, der in diesem Frühjahr die Friedensinitiative „Israel loves Iran“ ins Leben gerufen hat. Der Grafikdesigner reist extra für die Vernissage aus Tel Aviv an und wird in einem Gespräch mit Benedikt Fuhrmann über seinen Einsatz für den Frieden zwischen Israel und Iran berichten. Als Edry hörte, dass es Fuhrmann in seinem Projekt um die Menschen gehe und darum, Vorurteile zu beseitigen, schlug er ein: „So we go for the same thing!“

Auch Rainer Maria Schießler, der Stadtpfarrer der Kirchengemeinde, steht vorbehaltlos hinter dem Projekt. „Ich sehe es als einen Appell an die Religionen. Wir haben gegenseitig etwas von einander zu lernen, keine Religion hat einen Vormachtsanspruch.“ Zur Eröffnung der Ausstellung ruft er gemeinsam mit Fuhrmann zu einem großen Friedensgebet der Religionen mit Christen, Buddhisten, Hindus, Juden und Muslimen auf. Etwa 2000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter dazu. „Wir sind der Frieden“, sagt Fuhrmann, „wir unterwandern die politisch-religiösen Zementierungen. Der Mensch ist die stärkste Kraft des Friedens und nicht zuletzt aus diesem Grund stelle ich den Menschen ins Zentrum meiner Arbeit.“