Ohne Worte in Afghanistan

Das erste Mal traf ich diese Frau in der Ausstellung "Ein Blick Iran" in Bad Tölz vor wenigen Wochen. Jetzt sitze ich an einem Tisch mit ihr in Ihrer Wohnung in Bad Tölz. Auf dem Tisch steht Tee und persische Kekse bereit. Ich kann mich mit ihr auf Farsi unterhalten. Viele afghanische Menschen sprechen eine sehr verwandet Sprache, genannt Dari.

Erleichtert stelle ich fest, dass sie auch gut Deutsch spricht, denn meine Farsi Kenntnisse sind nicht mehr die umfangreichsten. Nach wenigen Minuten unseres Gespräches spüre ich welch starker Mensch vor mir sitzt. Offen und ehrlich erzählt sie aus Ihrem Leben. Meiner Frau, die neben mir sitzt stehen die Tränen in den Augen. Es kehrt Stille ein. Wir drei sitzen zusammen und trinken Tee. Als ich aus Ihrer Wohnung komme sehe ich vor meinen Augen diese Blüte. 

Ich selbst sitze jetzt im Cafe Heimat in Bad Tölz und schreibe diesen Text. Mich berührt dieses Interview nachhaltig. Ich blicke auf die Terrasse des Cafés in meiner Heimatstadt Bad Tölz. Heute kann ich es noch nicht in Worte fassen was mir diese Begegnung geschenkt hat.