Nasrin Khochsima & Band - Konzert

Nasrin Khochsima und ihre Band

Die Sängerin Nasrin Khochsima ist als Kind iranischer Eltern in Deutschland aufgewachsen. In ihrer Musik ist ihr persisches Erbe noch immer lebendig. Am 28. Juli tritt sie mit ihrer Band in der Kirche St. Maximilian auf.

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Der Name „Nasrin“ bedeutet aus dem Iranischen übersetzt: Wildrose. Nasrin Khochsimas Wurzeln befinden sich im Iran, wenn auch sie selbst nie dort lebte. „Diese mir so fremde Heimat ist mit viel Melancholie und Sehnsucht um meine Mutter herumgeschwebt“, erinnert sie sich an ihre Kindheit. Die Wildrose ist für Nasrin aber auch ein Symbol für den Iran: „Er befindet sich in einer Art Dornröschenschlaf. Nur wenige trauen sich, die dichte Dornenhecke zu zerteilen. Benedikt Fuhrmann ist einer dieser wenigen“, sagt sie. Die Künstlerin bewundert den Mut des Tölzer Filmemachers, der ein Jahr lang im Iran lebte und sogar persisch spricht. „Er bringt mir die Heimat nahe, die zu meinen Eltern gehört.“

Ihre Eltern waren noch vor Nasrins Geburt aus dem Iran nach Deutschland ausgewandert. Das Gefühl von Sehnsucht wie auch „das warme, persische Herz“ begleiten die Sängerin durch ihr Leben – vor allem aber sind sie spürbar in den gefühl- und temperamentvollen Liedern, die Nasrin mit ihrer Band spielt.

Nasrin Khochsima spannt mit ihrer Musik einen Bogen zwischen den beiden Kulturen, die ihr Leben prägen. Gemeinsam mit ihrer vierköpfigen Band lässt sie faszinierende, von Orient und Okzident inspirierte Klangwelten entstehen. Abgerundet wird diese moderne Mischung aus Jazz und persischen Rhythmen durch poetische Texte auf Persisch, Aserbaidschanisch und Englisch. Damit bezeichnet sich Nasrin zurecht als Weltmusikerin.

In der Münchner Olympiahalle trat die Musikerin im Rahmen des Konzertes „Women’s Voice“, das Sängerinnen aus vier Kontinenten auf einer Bühne vereinte, vor dem Dalai Lama auf. Die Kritiker schwärmten von ihrer ausdrucksstarken und gefühlvollen Stimme und lobten die „einfühlsamen und beinahe übersinnlichen Lyrics“, die zum Nachdenken animierten (Münchner Merkur). Des weiteren wirkte Nasrin Khochsima bei Mike Oldfields Album „Tres Lunas“ im Studio neben Sally Oldfield mit.

Nasrins Band hat mit Stefan Noelle am Schlagzeug gerade eben Verstärkung bekommen. Noelle, der für Hadi Alizadeh in die Band kam, komponierte unter anderem die Musik für die Filmkomödie „Almanya“, die vor einem Jahr in den deutschen Kinos lief. Das Publikum kennt den Schlagzeuger außerdem vom Duo „Unsere Lieblinge“, in dem er gemeinsam mit Alex Haas auftritt. Haas spielt auch den Kontrabass in der Band um Nasrin Khochsima. Am 28. Juli springt allerdings Georg Karger für ihn ein, da Haas an diesem Tag verhindert ist. Die übrige Besetzung bleibt wie ursprünglich: Wolfgang Wallner an der Gitarre und Freddy Engel an den Blasinstrumenten Flöte, Saxophon und Klarinette.