Kaffeezeremonie in Eritrea

Am Telefon kann ich mich nur schwer mit der jungen Frau verständigen und so bin ich auch etwas nervös als ich in die kleine Wohnung komme. So gut wir können unterhalten wir uns und bald darauf kommt die Mutter in die Küche und bereitet einen Kaffee. Er ist eine Delikatesse für die Eritreer und ein Zeichen der Freundschaft.

Nachdem waschen der grünen Bohnen röstet die Mutter den Kaffee. Jetzt steht bereits der Nebel in der kleinen Küche und die rauchenden Bohnen werden uns unter die Nase gehalten, um das Aroma zu erleben. Dann wird der Kaffee gemahlen und in ein Holzgefäß gegossen. Nebenbei wird auf Holzkohle in einem separaten Behälter Weihrauch entzündet.

Mit viel Zucker wird der Kaffee in kleine Tassen geschüttet. Man sitzt im angenehmen Weihrauchduft. Wir genießen die Zeremonie und fühlen uns definitiv nicht mehr in Bad Tölz. Wunderbar, wir sind wieder auf Reisen und diesmal mitten in Eritrea. Dankbar verlassen wir die kleine Wohnung, gerne würden wir wiederkommen und nochmals gemeinsam Zeit verbringen.

Benedikt Fuhrmann